Ab in den Norden

Das letzte Wochenende fuehrte uns mal wieder in den Norden. Die erste Station war Shasta Lake in einem 1a Mom-and-Pop Motel mit dem schoenen Hinweis, dass man seine Fischkoepfe nicht im Klo runterspuelen soll. Herrlich 🙂 Ganz in der Naehe besichtigten wir am naechsten Tag den zweitgroessten Staudamm der USA. Beeindruckend ist auf jedenfall der Monut Shasta im Hintergrund, der als grosse weisse einzelne Erhebung der Landschaft ihr i-Tuepfelchen gibt. Danach fuhren wir weiter ueber den schoenen Hwy 299 nach Arcata und Eureka ans Meer. Verpennte Staedtchen, die beruehmt-beruechtigt fuer ihren Grasanbau sind. Der Trip ging weiter ueber die Avenue of the Giants mit den riesigen Redwoods und noch mehr verschlafene Staedtchen bis zu einem Teil der Kueste, an dem der Hwy1 nicht genau am Meer entlanglaeuft. Daher auch der Name: Lost Coast. Es gab nur eine einzelne kleine Landstrasse, die zur Shelter Cove fuehrte. Die gar nicht so geschuetzt lag, wie der Name vermuten laesst, denn ein grosser Swell peitschte immer und immer wieder mit riesigen Wellen gegen die Kueste. Hier muessen wir mal einen ruhigen Wochenendsausflug verbringen und einfach nur die Szenerie geniessen. Insgesamt eine kleine Reise bei der wir nahezu alle Facetten der kalifornischen Natur bestaunen konnten.

Vegas & Death Valley

Nachdem wir nun eigentlich fast alles in Cali abgeklappert haben, fĂŒhrte uns unser Weg auch mal nach Las Vegas. Viele Leute lieben es, aber wir waren uns nicht so sicher, was man zu erwarten hat. Nach einer schrecklichen Erfahrung in Reno waren wir kritisch und so kam es dann auch, dass wir am ersten Abend von den ganzen EindrĂŒcken und Lichtern nahezu ĂŒberwĂ€ltigt waren. Alle tun so als wĂ€re irgendwas umsonst und im Endeffekt wollen sie nur Dein Geld und das wirklich bei Allem. Am zweiten Tag entschieden wir uns dann, uns darauf einzulassen, den Herden an Menschen zu folgen und das organisierte VergnĂŒgen zu geniessen (so wie Disneyland mit Drinking, Gambling and Women). So hatten wir einen coolen Tag mit Shows, Drinks, verzocktem Geld ($4!) und Clubs. Kann man also durchaus nochmal hin, wenn man jedes Individualstreben abstreift und einfach mal mitmacht bei dem ganzen Quatsch.
Nach dem Hinflug folgte die RĂŒckfahrt in einem Mustang ĂŒber das Death Valley nach Hause. Ach wie viele Leute auch diese Cabrio-Idee hatten und wie viele geschlossene Verdecks wir bei 46°C dann doch sahen. Sandra und ich stellten die Regel auf: Temperatur ĂŒber 40°C Verdeck zu und AC an und darunter schwitzen in der prallen Sonne. Das Death Valley macht dabei seinem Namen alle Ehre. Hier lebt nichts! Ausgetrocknete Mineralseen hinterlassen ihre Spuren auf dem WĂŒstenboden. Eine schaurig schöne AtmosphĂ€re. Hierzu passt auch das heruntergekommene StĂ€dtchen Trona. Einst eine mĂ€ĂŸig boomende Industriestadt rund um einen Mineralsee. Nach Pleiten in den 90ern aber nur noch ein Schrottplatz fĂŒr Altmetall und Crystal-Meth-Junkies. Wirklich beklemmend.
Nach einer Nacht in Bakersfield brausten wir dann bei quasi-EiseskÀlte (18°C) mit dem Mustang am Highway 1 wieder nach Hause.
Interessante Nebenbemerkung: Wo kam mein alter Kollege Andreas im Death Valley eigentlich auf einmal her? VerrĂŒckter Zufall…

Pacific Grove

Yvonne und Steffi sind zu Besuch gewesen und erwischten leider eine Woche mit etwas durchwachsenem Wetter. Die beiden blieben ein paar Tage bei uns, um sich San Francisco anzusehen und dann fuhren wir am Wochenende nach Pacific Grove. Ich hatte dort naemlich ueber das Osterwochenende eine kleine Konferenz. Waehrend ich mir schon sauspannende Vortraege ueber dunkle Materie und Neutrinos anhoerte, zeigte Sandra den beiden den Highway 1 und Santa Cruz. Pacific Grove ist wirklich ein schoenes Oertchen. Es ist irgendwie nichts so richtig los, aber fuer den Ruhestand koennte man sich das schon herrlich vorstellen :-).

Hochzeitstag in Fort Bragg

Bevor wir am Freitag nach Deutschland fliegen, haben wir das lange Thanksgiving-Wochenende noch einmal genutzt um unseren ersten Hochzeitstag in Fort Bragg und Mendocino zu feiern. Der Norden Kaliforniens scheint uns irgendwie besonders ans Herz gewachsen zu sein. Es gibt deutlich weniger Menschen und die Natur ist einfach toll. Auf der Fahrt am Highway entlang in den Norden regnete es zwar immer mal wieder stark, aber das war gerade Teil der besonderen Atmosphaere. Es wird uns scheinbar nicht langweilig durch die Gegend zu fahren und aus dem Fenster zu gucken :-). Ein leckeres Anniversary-Dinner gab es dann fuer uns im Mendo Bistro in Fort Bragg. Sehr zu empfehlen…

Es ist im Uebrigen wirklich erstaunlich wie schnell das erste Ehejahr vorbeigezogen ist. Dabei ist insbesondere toll zu merken, dass wir genau die richtige Entscheidung getroffen haben und ich hoffe, dass noch viele Jahrestage folgen 🙂

Santa Cruz & Norden

Nachdem Jessi und Philipp uns nun auch schon wieder verlassen haben, traf am Freitag vor zwei Wochen unser nĂ€chster Gast hier in Berkeley ein: Angelika. Insbesondere fĂŒr sie war der Urlaub hier bei uns etwas ganz Besonderes, da sie zum einen ganz alleine hierhin geflogen ist und zum anderen (im Gegensatz zu allen anderen GĂ€sten zuvor) damit das erste Mal in Amerika war.

Nachdem sie am Freitag mittag hier wohlbehalten gelandet ist, haben wir uns zunĂ€chst ein wenig unsere zeitweilige Wahlheimat angeschaut (einschließlich unserem traditionellen Fotoberg und dem Gourmet Ghetto) und sind danach (mal wieder) bei unserem Lieblingsrestaurant Udupi Palace indisch essen gegangen. Sehr lecker! Am nĂ€chsten Tag haben wir uns dann auf den Weg Richtung Santa Cruz gemacht. Der Weg fĂŒhrte uns am wunderschönen Highway 1 entlang, so dass Angelika  einen ersten Eindruck Kaliforniens bekommen konnte. Nach endlosen Fotostops und dem ein oder anderen Stau, sind wir dann auch endlich in dem schönen SuferstĂ€dtchen angekommen. Dort haben wir uns natĂŒrlich den Boardwalk angesehen und sind zudem noch ein bisschen bummeln gegangen (wie wir ohne Schwierigkeiten feststellen konnten, sind die Amis derzeit im Halloween-Wahn, so dass man regelrecht mit KostĂŒmen, Deko und und jede Menge Schick-Schnack erschlagen wird). Der RĂŒckweg fĂŒhrte uns dann dank eines guten Tips von Jessi und Philipp durch den Big Basin Redwood State Park, der sagenhaft hohe BĂ€ume zum Vorschein brachte.

Am Sonntag ging es dann in die andere Richtung auf dem Highway 1 nach Norden. Unser Ziel fĂŒr den Tag war ein leckeres Abendessen in Mendocino. Bei diesem Ausflug war definitiv mal wieder der Weg das Ziel und so machten wir zahlreiche Stopps an der KĂŒste. In Bodega Bay wurden wir etwas lĂ€nger aufgehalten, weil die Feuerwehr die Reste eine Waldbrands bekĂ€mpfte, der bei der grossen Trockenheit einen Tag zuvor ausgebrochen war. Zum GlĂŒck war die Situation aber schon wieder unter Kontrolle. Bei einem leckeren Picknick neben einer Porsche-Oldtimer-Gruppe am Hafen von Bodega Bay konnten wir ein paar Seelöwen beim Fischen zusehen. Interessant war es dann spĂ€ter mal wieder zu sehen, wie schnell das Wetter von strahlend schön auf nebelig und wieder strahelnd schön wechslen kann. Ganz bis Mendocino haben wir es dann doch nicht geschafft, weil wir zu viele Zwischenstopps eingelegt hatten. Umkehrpunkt war ungefĂ€hr der Salt Lake Point State Park. Abendessen gab es dann im netten WeinstĂ€dtchen Healdsburg. Auch gut!

Patrick’s Point & Redwood

Am letzten Wochenende haben wir wieder unsere Zeltsachen gepackt und uns auf in den Norden Kaliforniens gemacht, um dort im Patrick’s Point State Park zu zelten und diese Gegend zu erkunden. Der Norden ist sehr viel wilder und untouristischer als die anderen Bereiche, die wir bisher gesehen haben. Nach einer gemĂŒtlichen Nacht, in der es sogar ein bisschen geregnet hat (zum GlĂŒck kam kein Wasser ins Zelt), stellten wir am nĂ€chsten Morgen fest, dass unser Zeltplatz fast in so einer Art Dschungel war. Sehr cool! Wir hatten nĂ€mlich mal wieder im Dunklen aufgebaut :-). Zudem war es war auch nur sehr kurz zur KĂŒste, wo wir dann Robben, Wale und Adler gesehen haben. Einfach so, ohne dass man sich anstrengen musste. Die waren einfach da! Das hat uns wirklich beeindruckt.

Noch ein bisschen weiter nördlich findet sich der Redwood Nationalpark mit den höchsten BĂ€umen der USA, die hĂ€ufig ĂŒber 100m hoch werden. Durch die Höhe sehen die BĂ€ume von weiter weg recht dĂŒnn aus, doch auch der Umfang ist wirklich sehr beachtlich, wenn man nĂ€her kommt. Der RĂŒckweg fĂŒhrte uns ĂŒber den Anfang des Highway 1 durch Mendocino, was nochmal eine sehr schöne Fahrt war, allerdings lĂ€nger als gedacht, so dass wir erst spĂ€t in der Nacht wieder in Berkeley ankamen.

Santa Cruz

Weiter ging die Besichtigungstour mit meinen Eltern am Highway 1 nach Santa Cruz. Diese Strecke sind wir jetzt schon hÀufiger gefahren und finden sie trotzdem immer wieder sehr beeindruckend. Gerade auch wenn das Wetter etwas diesig ist, kommt das Raue der Felsen gut zur Geltung. In Santa Cruz war es dann doch etwas anders als im Winter und der Boardwalk dicht gepackt mit Menschen (Im Winter hatten wir hier noch ein paar Wartungsarbeiten zu gesehen.) Lecker waren am Ende auch die Eisbomben von Cold Stone Creamery, auch wenn es ein bisschen weniger ebenfalls getan hÀtte :-).

Trip nach Los Angeles

Irgendwie vergeht die Zeit hier wirklich schnell. Auf einmal ist schon Mitte Juni und wir sind immer noch hier :-). Vor zwei Wochen war ich nach langer Zeit mal wieder zu einer Dienstreise unterwegs: zwei Tage arbeiten in LA. DafĂŒr habe ich meine Kleine natĂŒrlich eingepackt und wir haben uns nach der Arbeit noch ein schönes Wochenende im SĂŒden Kaliforniens gemacht. ZunĂ€chst einmal haben wir aber natĂŒrlich den langen Autotrip entlang der KĂŒste nach LA genossen. Fantastische Ausblicke machen gute Laune.

Der Campus der UCLA war auch wieder sehr schön und vielleicht sogar noch ein bisschen einladender als in Berkeley. Die Arbeit war dann auch sehr produktiv. Den ersten Abend haben wir mit dem Abfahren von PromihĂ€usern, Rodeo Drive und Hollywood verbracht. Leider stand kein einziger Star neben seinem Stern in Hollywood. So ein Mist ;-)! Der Prof., mit dem ich zusammenarbeitet habe, meinte, dass man die Stars am besten in Alltagssituationen trifft und er gerade gestern noch Paris beim Einkaufen gesehen hat…Sandra hat sich in Hollywood dann auch noch ein fantastisches Goth-Lack-Kleid gekauft. Sandra war dann am Freitag auch noch im Getty Center, was tolle Kunst in einem irren GebĂ€ude beherbergt.

Am Wochenende sind wir dann von Westwood Village nach Venice Beach umgezogen und haben den Samstag dort am Strand verbracht. Bei Venice handelt es sich um einen merkwĂŒrdigen und anscheinend nicht besonders sicheren Ort. So war dann auch die Mischung von Leuten am Strand: Touristen und gen Abend gesellten sich immer mehr Gang-artige Leute dazu. Zum Beispiel hatten die Jungs, die sich hier zum Basketball trafen, nicht einfach nur Spaß am Spiel. Das sah nach Kampf aus! Ansonsten gab es an der Promenade viel zu sehen: Krimskrams zum Vekauf, Leute mit Muskeln, leider keine MĂ€dels mit SilikonbrĂŒsten und viele Skateboarder. Muss man einfach mal erlebt haben…schrĂ€g. Ein Tag reicht dafĂŒr aber definitv. Am Abend haben wir einen weiteren Versuch zum Starspotting gemacht und sind zu einem Einkaufsbereich in Malibu aufgebrochen, wo sich die Reichen und Schönen treffen sollen. Dort gab es viele teure Restaurants und einen Parkplatz voll mit Mercedes, Porsche, Maserati, Ferrari, usw. Leider wurden wir auch hier nicht fĂŒndig und keine Britney war in Sicht. Aber ich habe ja meinen Star eh schon gefunden :-).

Am Sonntag ging es dann in die Universal Studios. Großer Spaß und dank eines Topangebots haben wir jetzt sogar Jahreskarten ;-). Simpsons, Terminator, Mumie, usw. haben uns wirklich einen lustigen Tag beschert. Man darf sich einfach nicht zu Ernst nehmen und muss sich auf das organisierte VergnĂŒgen voll einlassen. Wir hatten auch GlĂŒck, dass wir nie lange warten mussten, obwohl es ein Sonntag mit super Wetter war.

Unterwegs auf dem Highway No. 1

Letztes Wochenende haben wir zwei Trips auf dem Highway No. 1 entlang der Kueste unternommen. Einmal runter bis Santa Cruz und einmal rauf bis Stewarts Point und dann ueber Healdsburg zurueck. Dieser Highway fuehrt die ganze Zeit wunderbar an der Kueste entlang und trotz maessigem Wetter hatten wir fantastische Ausblicke! Irre war es auch von Stewarts Point durch den Wald fuer 70km(!) zu fahren und dabei nur 4 Autos zu treffen: dichter Wald  mit einem kleinen Fluesschen endete am Ende mit einem tollen freien Blick auf den Sonoma Lake.