Ab in die Wüste

Wo soll ich nur anfangen um von unserem abwechslungsreichen Trip nach Suedkalifornien zu berichten? Nachdem es in der letzten Zeit so viel geregnet hat, hatten wir ein grosses Verlagen nach besserem Wetter. Also warum nicht ab in den Sueden (das ist so aehnlich wie in Deutschland auch)? Bisher waren wir noch nie suedlicher als Disneyland und jetzt ging es mit 8h Fahrt nach San Diego bis fast an die mexikanische Grenze.

Die Stadt liegt wirklich schoen. Eingezingelt von tollen Stränden an einer schönen Bucht. Hier verbrachten wir einen Tag mit Besichtigungen von Leuchtturm über Strände zu Luxushotels.

Am nächsten Tag beobachteten wir die Tiere im Wild Animal Park: ein wirklich toller Zoo mit sehr viel Platz für die Tiere. So hinterlässt der Besuch nicht so einen faden Beigeschmack, weil man depressive Tiere in Gefangenschaft gesehen hat. Ganz im Gegenteil viele der Tiere wirkten wirklich fröhlich und ausgelassen. Insbesondere drei junge Elefanten wirkten beim Raufen extrem relaxt.

Nach drei weiteren Stunden Fahrt schlugen wir unser Zelt im Joshua Tree National Park auf: irre Gesteinsformationen in der Wüste und die sogenannten Joshua Trees, die aussehen wie ein Mix aus Palme, Kaktus und Baum. So etwas hatten wir beide vorher noch nie gesehen. In der Nacht wurden wir dann sogar von Kojotengeheul geweckt. Hat man ja auch nicht immer…

Die letzte Nacht auf diesem Trip verbrachten wir im Städtchen Palm Springs. Hier ist es echt völlig unaufregend schön und wir haben im Hot Tub gefaulenzt und lecker gegessen.

Der Süden ist wirklich eine Reise wert und insbesondere die Wüste hat eine ganz besondere Faszination.

Strand im Januar

Unsere Rückkehr in das kalifornische Leben nach einem Monat mit Schnee in Deutschland wird uns leicht gemacht, denn wir haben seit zwei Wochen traumhaftes Frühlingswetter mit 16-20°C. So waren wir am vorletzten Wochenende in Capitola am Strand und gestern in Bolinas. Das Wasser ist so kalt wie immer und es gab wirklich Tage im Sommer, die kälter waren. Klingt schräg, ist aber so 🙂 Die einen gehen am Wochenende an den Strand und die anderen in Tahoe Snowboarden. Kalifornien hat halt für jeden etwas…

Disney & LA

Das zweite Wochenende mit Angelika führte uns dann nach LA um die Amerikaerfahrung komplett zu machen: Disney, Hollywood und alles! Die lange Fahrt verlief gut und unser günstiges Motel in Anaheim entpuppte sich als kleine Perle in Relation zum Schnäppchenpreis. Super auch die Lage direkt neben dem Disneyland. Den nächsten Tag verbrachten wir dann komplett (13h!) in beiden Themenparks und hatten viel Spass mit Mickey und seinen Freunden zwischen Achterbahnen und Lichtershows. Ein grosser Spass für alle die einmal Teil des perfekt organisierten Vergnuegens sein möchten und sich nicht immer zu ernst nehmen :-). Samstag hiess es dann erst Downtown und El Pueblo und nachmittags Hollywood mit den ganzen Sternen und Madame Tussauds. Keine Figur war vor unserem Schabernack sicher! Glücklich fuhren wir am Sonntag dann über Huntington Beach wieder nach Hause.

Unterwegs mit Philipp & Jessica

Das eben erwähnte gute Wetter war eine nette Begleiterscheinung der Ankunft von Philipp und Jessica. Zum Glück habe ich einen netten Chef und konnte mir spontan den halben Donnerstag frei nehmen, um gemeinsam zum Strand zu fahren. Coole Sache statt Arbeit innerhalb von 60km an einem tollen Strand zu sein. Abends ging es dann mit Amelie und Nicolas noch nach San Francisco für ein paar Bier. Aber nicht zu lang, denn das lange gemeinsame Laborday-Wochenende am Lake Tahoe stand vor der Tür. Kurz nach der Ankunft auf unserem Campingplatz Silver Creek dann aber erstmal Ernüchterung: der Platz liegt zwar direkt neben dem Truckee River, aber halt auch direkt neben einer stark befahrenen Straße und ist zudem auch nicht besonders einladend gestaltet. Also Planänderung und auf zur Suche nach einem neuen Campingplatz. Natürlich an einem der vollsten Wochenenden des Jahres keine einfache Sache. Zum Glück fanden wir dann auf dem gleichen wunderschönen Sugar Pine Campground vom letzten Mal noch Platz, zumindest für eine Nacht. Den nächsten Tag haben wir dann mit Wandern und Ausspannen am See verbracht. Besonders schön sind neben dem großen Hauptsee auch kleinere Seen direkt daneben. An diesem Abend mussten wir dann aber doch auf den hässlichen Campingplatz. In der Tat wäre er gar nicht so hässlich gewesen, wenn wir einen der paar Zeltplätze direkt am Ufer gehabt hätten, hatten wir aber nicht. Statt Rauschen des Flusses: Rauschen der Straße! Diese Nacht wurde es dann auch ziemlich kalt (1°C), jedoch bestanden unsere Schlafsäcke diese Eisprobe gut :-).
Am Sonntag trennten sich dann unsere Wege und Philipp und Jessica fuhren in den Yosemite weiter und wir machten uns auch einen Tag früher als geplant auf die Socken, weil wir keine Lust mehr auf diesen Zeltplatz hatten. Zusätzlich zu den kalten Nächten und der lauten Straße, wurde nämlich recht arglos von den Campingplatzwärtern von einem Bären berichtet, der jede Nacht den Platz aufsucht und nach Futter sucht. Ohne die ansonsten üblichen Bärenboxen aus dickem Stahl hinterließ das doch ein mulmiges Gefühl bei uns. Also änderten wir den Plan und wollten eine Nacht in Reno verbringen und ehrlich gesagt: nach einer knappen Stunden hatten wir die Schnauze voll! So stellen wir uns die Hölle  vor: Wie Zombies sitzen dort Menschen vor den Maschinen und füttern diese ohne Sinn und Verstand mit Geld. Auch ansonsten sieht Reno so aus als hätte es schon besser Jahre gesehen: KEINE REISE WERT! Also statt Reno ab nach Hause mit einem kleinen Abstecher nach Nevada City. Eine absolute Wohltat nach Reno. Ein kleines verschnarchtes Städtchen mit Hippies, schrägen Geschäften und leckerem Eis. So fühlten wir uns wohl. Den Montag verbrachten wir dann ganz entspannt bei tollem Sonnenschein in Berkeley 🙂

Geburtstag in Bolinas am Strand

Am Wochenende nach meinem Geburtstag sind wir mit ein paar Leuten zum Strand gefahren, um ein bisschen nachzufeiern. Wann kann man seinen Geburtstag schon mal am Strand begehen? Das Wetter war zunächst ein bisschen nebelig, was sich dann aber legte und zu einem tollen warmen Sonnentag wurde. Wir hatten viel Spaß, haben uns unsere Nasen verbrannt und uns sogar etwas sportlich betätigt ;-). Das Wasser ist aber echt kurz über dem Gefrierpunkt. Brrr! Verena meinte, dass man sich nach einer Zeit daran gewöhnt. Ich denke eher, dass man nach einer Zeit abstirbt :-). Macht aber trotzdem Spaß!

Strandtage

Am letzten Wochenende war dann richtig Hochsommer und wir haben beide Tage am Strand verbracht. So etwas kommt uns dann immer wie Urlaub vor und es ist ein merkwürdiges Gefühl, dass es sich dabei um unsere aktuelle Wahlheimat handelt. Eine gute Wahl, wie wir finden 🙂

Besonders nett war es in Bolinas. Das ist ein kleines Hippieörtchen, was man mit Hilfe von Straßenschildern nicht finden kann, da diese von den Bewohnern immer wieder abgenommen werden. Ganz anders als der Strand in Venice Beach, waren die Leute hier sehr relaxt und machten nicht so viel Aufhebens um sich selbst. Angenehm. Am Sonntag waren wir in Pacifica, wo es auch sehr schön war. An den beiden Tagen haben wir es auch geschafft, uns nicht wirklich zu verbrennen, sondern ein bisschen Farbe zu bekommen. Sandras Arbeitskollegin sagte das wohl sehr nett: „Du hast eine Hautfarbe wie ein braunes Ei.“ Sweet 😉