Was fuer ein warmer Fruehling

130420Dieser Fruehlings ist der waermste seitdem wir hier leben. Richtig viel T-Shirt Wetter! Zelten am Mount Diablo macht dann natuerlich doppelt Spass und am naechsten Tag haben wir uns nochmal die Seeelephanten-Weibchen und Jungen im Ano Nuevo State Park angesehen. In der Nacht war der Mond so unglaublich hell, dass wir einen richtig deutlichen Mondschatten geworfen haben. Ein bisschen so als haette jemand vergessen einen dieser hellen Scheinwerfer auf grossen Parkplaetzen auszumachen.

Endlich wieder zelten

Meine Guete haben wir jetzt lange vom Zelten geredet und dann doch nie Zeit gehabt. Umso besser war es dann direkt fuer vier Tage in den Sierras unterwegs zu sein. Es ging ueber Oroville und Chico (Sierra Nevada Brewery!) zunaechst in den Eureka-Pleumas State Park. Die Nacht war zwar frisch, aber die Natur wieder ein schoenes Erlebnis. Auf dem Zeltplatz war kaum was los und wir konnten toll entspannen. Auf dem Weg zu den Grover Hot Springs kamen wir durch Virgina City, ein altes Silberminen-Staedtchen. Heutzutage ist es eine Mischung aus Cowboy-Wild-West-Kult, Bikern und Disneyland. Macht Spass sich einfach mal anzusehen und ein kuehles Bier im Saloon zu geniessen. Echt verrueckt, dass es diese ganzen Staedtchen aus Winnetou wirklich so oder so aehnlich immer noch gibt. Ein bisschen so wie das Monschau des wilden Westen, wenn Ihr versteht, was ich meine. Die Grover Hot Springs waren das Ziel fuer die letzten beiden Naechte. Hier gibt es heisse Quellen, in denen man baden kann. Im Wesentlichen haben wir hier den ganzen Tag im Wasser gesessen, gelesen und Sonnenbrand bekommen. Nicht so schlecht 🙂

Ab in die Wüste

Wo soll ich nur anfangen um von unserem abwechslungsreichen Trip nach Suedkalifornien zu berichten? Nachdem es in der letzten Zeit so viel geregnet hat, hatten wir ein grosses Verlagen nach besserem Wetter. Also warum nicht ab in den Sueden (das ist so aehnlich wie in Deutschland auch)? Bisher waren wir noch nie suedlicher als Disneyland und jetzt ging es mit 8h Fahrt nach San Diego bis fast an die mexikanische Grenze.

Die Stadt liegt wirklich schoen. Eingezingelt von tollen Stränden an einer schönen Bucht. Hier verbrachten wir einen Tag mit Besichtigungen von Leuchtturm über Strände zu Luxushotels.

Am nächsten Tag beobachteten wir die Tiere im Wild Animal Park: ein wirklich toller Zoo mit sehr viel Platz für die Tiere. So hinterlässt der Besuch nicht so einen faden Beigeschmack, weil man depressive Tiere in Gefangenschaft gesehen hat. Ganz im Gegenteil viele der Tiere wirkten wirklich fröhlich und ausgelassen. Insbesondere drei junge Elefanten wirkten beim Raufen extrem relaxt.

Nach drei weiteren Stunden Fahrt schlugen wir unser Zelt im Joshua Tree National Park auf: irre Gesteinsformationen in der Wüste und die sogenannten Joshua Trees, die aussehen wie ein Mix aus Palme, Kaktus und Baum. So etwas hatten wir beide vorher noch nie gesehen. In der Nacht wurden wir dann sogar von Kojotengeheul geweckt. Hat man ja auch nicht immer…

Die letzte Nacht auf diesem Trip verbrachten wir im Städtchen Palm Springs. Hier ist es echt völlig unaufregend schön und wir haben im Hot Tub gefaulenzt und lecker gegessen.

Der Süden ist wirklich eine Reise wert und insbesondere die Wüste hat eine ganz besondere Faszination.

Unterwegs mit Philipp & Jessica

Das eben erwähnte gute Wetter war eine nette Begleiterscheinung der Ankunft von Philipp und Jessica. Zum Glück habe ich einen netten Chef und konnte mir spontan den halben Donnerstag frei nehmen, um gemeinsam zum Strand zu fahren. Coole Sache statt Arbeit innerhalb von 60km an einem tollen Strand zu sein. Abends ging es dann mit Amelie und Nicolas noch nach San Francisco für ein paar Bier. Aber nicht zu lang, denn das lange gemeinsame Laborday-Wochenende am Lake Tahoe stand vor der Tür. Kurz nach der Ankunft auf unserem Campingplatz Silver Creek dann aber erstmal Ernüchterung: der Platz liegt zwar direkt neben dem Truckee River, aber halt auch direkt neben einer stark befahrenen Straße und ist zudem auch nicht besonders einladend gestaltet. Also Planänderung und auf zur Suche nach einem neuen Campingplatz. Natürlich an einem der vollsten Wochenenden des Jahres keine einfache Sache. Zum Glück fanden wir dann auf dem gleichen wunderschönen Sugar Pine Campground vom letzten Mal noch Platz, zumindest für eine Nacht. Den nächsten Tag haben wir dann mit Wandern und Ausspannen am See verbracht. Besonders schön sind neben dem großen Hauptsee auch kleinere Seen direkt daneben. An diesem Abend mussten wir dann aber doch auf den hässlichen Campingplatz. In der Tat wäre er gar nicht so hässlich gewesen, wenn wir einen der paar Zeltplätze direkt am Ufer gehabt hätten, hatten wir aber nicht. Statt Rauschen des Flusses: Rauschen der Straße! Diese Nacht wurde es dann auch ziemlich kalt (1°C), jedoch bestanden unsere Schlafsäcke diese Eisprobe gut :-).
Am Sonntag trennten sich dann unsere Wege und Philipp und Jessica fuhren in den Yosemite weiter und wir machten uns auch einen Tag früher als geplant auf die Socken, weil wir keine Lust mehr auf diesen Zeltplatz hatten. Zusätzlich zu den kalten Nächten und der lauten Straße, wurde nämlich recht arglos von den Campingplatzwärtern von einem Bären berichtet, der jede Nacht den Platz aufsucht und nach Futter sucht. Ohne die ansonsten üblichen Bärenboxen aus dickem Stahl hinterließ das doch ein mulmiges Gefühl bei uns. Also änderten wir den Plan und wollten eine Nacht in Reno verbringen und ehrlich gesagt: nach einer knappen Stunden hatten wir die Schnauze voll! So stellen wir uns die Hölle  vor: Wie Zombies sitzen dort Menschen vor den Maschinen und füttern diese ohne Sinn und Verstand mit Geld. Auch ansonsten sieht Reno so aus als hätte es schon besser Jahre gesehen: KEINE REISE WERT! Also statt Reno ab nach Hause mit einem kleinen Abstecher nach Nevada City. Eine absolute Wohltat nach Reno. Ein kleines verschnarchtes Städtchen mit Hippies, schrägen Geschäften und leckerem Eis. So fühlten wir uns wohl. Den Montag verbrachten wir dann ganz entspannt bei tollem Sonnenschein in Berkeley 🙂

Patrick’s Point & Redwood

Am letzten Wochenende haben wir wieder unsere Zeltsachen gepackt und uns auf in den Norden Kaliforniens gemacht, um dort im Patrick’s Point State Park zu zelten und diese Gegend zu erkunden. Der Norden ist sehr viel wilder und untouristischer als die anderen Bereiche, die wir bisher gesehen haben. Nach einer gemütlichen Nacht, in der es sogar ein bisschen geregnet hat (zum Glück kam kein Wasser ins Zelt), stellten wir am nächsten Morgen fest, dass unser Zeltplatz fast in so einer Art Dschungel war. Sehr cool! Wir hatten nämlich mal wieder im Dunklen aufgebaut :-). Zudem war es war auch nur sehr kurz zur Küste, wo wir dann Robben, Wale und Adler gesehen haben. Einfach so, ohne dass man sich anstrengen musste. Die waren einfach da! Das hat uns wirklich beeindruckt.

Noch ein bisschen weiter nördlich findet sich der Redwood Nationalpark mit den höchsten Bäumen der USA, die häufig über 100m hoch werden. Durch die Höhe sehen die Bäume von weiter weg recht dünn aus, doch auch der Umfang ist wirklich sehr beachtlich, wenn man näher kommt. Der Rückweg führte uns über den Anfang des Highway 1 durch Mendocino, was nochmal eine sehr schöne Fahrt war, allerdings länger als gedacht, so dass wir erst spät in der Nacht wieder in Berkeley ankamen.

Zelten am Lake Tahoe

Jetzt nutze ich noch die Zeit am Flughafen bevor ich nach Seattle fliege, um von unserem Trip zum Lake Tahoe am letzten Wochenende zu berichten. Wir hatten diesen Ausflug zwar schon länger geplant, aber nicht im Sinn einen Zeltplatz vorzubuchen. Zum Glück wurde ich aber von meinem Kollegen Nicolas daran erinnert, dass es voll sein könnte, weil die Campingsaison doch recht kurz ist. Wir haben aber doch noch einen super Zeltplatz an der Westseite im Sugar Pine State Park ergattern können. Da hier viele Leute Camping verrückt sind, muss man leider bei der Anfahrt recht viel Stau einkalkulieren, unter anderem auch weil man über Sacramento fahren muss :-(. Zum Glück verteilt sich dieser Ansturm aber gut auf die ganzen Unterkünfte, so dass die Lage vor Ort entspannt ist. Auf unserer neuen Luftmatratze und in den neuen Schlafsäcken haben wir dann auch wie die Babies nach einem leckeren Grillabend geschlafen. Am Samstag haben wir uns gemütlich an den See gelegt und sind einmal um den See herum gefahren, was immerhin 115km sind. Am Sonntag vor der Abfahrt waren wir noch Jetski fahren. Ein großer Spaß mit Höchstgeschwindigkeit 75km/h! Yeah! Wir freuen uns schon auf den nächsten Campingtrip, denn auch Sandra scheint jetzt komplett überzeugt zu sein 🙂